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Gewerbeschau 2013
Nachbericht Trierischer Volksfreund

Schaufenster einer Region

Der Morbacher Gewerbe- und Verkehrsverein feiert mit seiner zehnten Gewerbeschau einen großen Erfolg. Das Interesse der Besucher war riesengroß, das Angebot vielfältig und gut strukturiert. 51 Aussteller präsentierten ihre Firmen. Es durfte vom Stand weg gekauft werden. Doch den meisten Besuchern ging es um die Information und das Gespräch mit den Chefs.

Morbach. Michel hat einen sicheren Blick für das, was er braucht. Zielsicher steuert der Zweijährige ein Regal mit Spielsachen an. Der junge Besucher der zehnten Morbacher Gewerbeschau ist einer von geschätzten 10000, die an zwei Tagen aus der Region kamen um zu sehen, was die 51 Aussteller zu bieten haben.

Ein Jahr Vorbereitungszeit steckten die Organisatoren Kurt Müllers und Jürgen Fetzer, beim Gewerbe- und Verkehrsverein Morbach zuständig für solche Präsentationen, und ihre Mitstreiter, in die Vorbereitungsarbeit. Müllers war von vornherein sicher: "Das schlechte Wetter hält die Besucher nicht ab." Und er behielt Recht. Das große Schaufenster war in der Baldenauhalle und drumherum weit geöffnet.

Der Festsaal wurde zum Autosalon. Mit steigender Besucherzahl war von den chromblitzenden Karossen allerdings fast nichts mehr zu sehen. Nicht nur um die Stände drängten sich die Besucher, sondern auch im Restaurantteil der Halle, denn viele verlegten das Mittagessen auf die Gewerbeschau. Geschickt waren die Stände zu Themengruppen wie Handwerk, Dienstleistung oder Einzelhandel gruppiert worden. Das vereinfachte den Besuchern das Vergleichen und die Auswahl. Einige kauften am Stand, aber den meisten war das Gespräch mit den Inhabern der Firmen und die Informationen daraus wichtiger.

Erste Ausstellungserfahrungen sammelten die jungen Betreiber der Schülerfirma Vesper Tilio der Integrierten Gesamtschule. Das lateinische Wort heißt Fledermaus. Es ist ihr Maskottchen. "Diese Firma wird richtig echt betrieben, mit Konten und Steuernummer", versichert Betreuerin Petra Priestersbach. Angeboten wird ein Reiseführer durch den Hunsrück speziell für Kinder. "Da kann man sich richtig ins Berufsleben hineindenken", erklärt Ronja Lauer (14), eine von acht Mitarbeitern, das Ziel des jungen Unternehmens.

Ein weiterer origineller Stand war der des Anbieters regionaler Produkte Ebbes von Hei. Die natürlichen Lebensmittel wurden den Besuchern von einem Gründungsmitglied der Initiative, Peter Alt, schmackhaft gemacht. In der Kleidung eines Zeidlers, dem Imker des Mittelalters, wurde erklärt, warum dafür eine Bewaffnung nötig war: "Mit der Axt wurde die Rinde vom Baum zur Gewinnung von Honig und Wachs entfernt. Die Armbrust ist zur Abwehr meines Konkurrenten, dem Bär." Nur wenige Stände waren vor der Halle aufgebaut worden. Mit dabei der Morbacher Forst. Förster Guido Haag und seine Mitarbeiter ließen Kinder kleine Insektenhotels bauen. Holz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Morbach. Aber, so Haag: "Privatleuten verkaufen wir nur Brennholz und Weihnachtsbäume."

Extra

Gabi Schell (52) aus Morbach stellt fest: "Diese Gewerbeschau macht neugierig, was es direkt vor Ort so alles gibt. Denn das ist immer gut zu wissen." Morbach sei gut sortiert. Jürgen Hahn (60) aus Bischofsdhron meint: "Ich glaube, dass diesmal weniger Betriebe direkt aus Morbach da sind. Aber die Ausstellung insgesamt ist sicherlich vorteilhaft für Morbach." Roswitha Legrand (58) aus Gonzerath gefällt die Gewerbeschau gut: "Das ist alles sehr schön aufgebaut. Man findet sich sofort zurecht." Der persönliche Kontakt zu den Firmeninhabern sei ihr wichtig. Martin Klein (49) aus Krummenau findet: "Der Weg nach Morbach lohnt sich. Ich bin wegen einem Thema gekommen und entdecke viele neue dazu." doth

 

Bericht: Trierischer Volksfreund
Autor: Herbert Thormeyer

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